Gemeindeverwaltung Ipsach
Gemeindeverwaltung Ipsach

Burgergemeinde Ipsach

Die Burgergemeinde Ipsach ist wie die Einwohnergemeinde eine öffentlich-rechtliche Körperschaft.

Zur Burgergemeinde gehören diejenigen Personen, die in Ipsach wohnen und zugleich das Burgerrecht

von Ipsach besitzen.

 

Die Burgergemeinde wird vom Burgerrat geführt. Dieser setzt sich aus dem Präsident und

zwei weiteren Ratsmitgliedern zusammen. Für die Verwaltung ist der Burgerschreiber zuständig.

Die Rechnung führt der Kassier. Zwei Revisoren kontrollieren die Buchhaltung.

 

Präsident         Gnägi Christian

Sekretär           Ganz Theo

Beisitzer           Müller Christian

Beisitzer           Ganz Manuela

Kassierin          Ganz Manuela

Revisoren         Nellen Loredana und Norman Keith


Geschichte (Auszug aus der „Ipsacher Chronik“ von Paul Schärli)

Die Entstehung des Begriffs „Burger“ hängt eng mit der Armenfrage zusammen. Mit der Bettelordnung

der Berner Obrigkeit von 1676 wurde für die Landgemeinden das Heimat- und Burgerrecht eingeführt.

Alle in einer Gemeinde Heimatberechtigten waren nun Burger. Der damalige Ipsacher Burgerrodel wies

folgende Burgerfamilien aus:


Ganz          Erstmals erwähnt im ersten Oberholz Einigungsvertrag von 1500.

Gnägi         Erstmals erwähnt im Bodenzins-Urbar von 1551.

Hauser       Erstmals erwähnt im Bodenzins- und Zehnturbar von 1582. Die Familie ist 1971 ausgestorben.

Sorgen       Erstmals erwähnt im Bodenzins-Urbar von 1614. Die Familie ist 1923 ausgestorben.

Kocher       Erstmals erwähnt im Urbar der Stiftsschaffnerei 1645.

Rihs           Erstmals erwähnt im Bodenzins-Urbar von 1686.

Schild         Erstmals erwähnt im Bodenzins-Urbar von 1686. Die Familie ist 1875 ausgestorben.

Laubscher  Die heimatlose Familie wurde auf Weisung des Regierungsrates 1861 ins Burgerrecht aufgenommen.

                   Die Familie ist um 1900 ausgestorben.

Battegay    Isaac Battegay hat 1898 das Burgerrecht für sich und seine Familie erworben.


Familienwappen

Im Archiv des Kantons Bern sind nur die Familienwappen von Ganz und Gnägi vorhanden.

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Die Burgergemeinde heute (Auszug aus der „Ipsacher Chronik“ von Hansruedi Liechti, selig)


Funktion und Organisation

Die Burgergemeinde erfüllt gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben (Art. 112 Gemeindegesetz Kanton Bern)

und kann weitere freiwillige Aufgaben übernehmen. Die hauptsächlichsten Geschäfte der Burgerratssitzungen

und der Burgergemeindeversammlungen drehen sich um Landbesitz, dessen Verpachtung sowie der Pflege

und Nutzung des Waldes, Landabtausch, Wegsanierungen und natürlich die alle Jahre wiederkehrende

Genehmigung des Budgets und der Jahresrechnung. Die Beschlüsse müssen protokolliert werden.

So können die Aktivitäten der Burgergemeinde Ipsach durch Jahrzehnte hindurch verfolgt werden.


Wie aus alten Protokollen hervorgeht, ist die Burgergemeinde Ipsach immer wieder von der Einwohnergemeinde Ipsach angegangen worden als „Chumm mer z’Hilf“, einmal in finanziellen Belangen für kurzfristige Überbrückungskredite, aber auch bei Landbedarf für besondere Projekte, die der Allgemeinheit dienten. In einer solchen Zusammenarbeit ist auch die Ipsacher Sportanlage am See mit Fussballfeldern entstanden. Dabei wurden dann auch klare Eigentumsverhältnisse geschaffen. In diesem Zusammenhang konnte auch der alte Ausscheidungsvertrag von 1861 gelöscht werden, welcher der Burgergemeinde Ipsach Pflichten gegenüber der Einwohnergemeinde auferlegt hatte.


Die Burgerfamilien

Selbstverständlich hat die Burgergemeinde Ipsach die Entwicklung der alten Burgergeschlechter verfolgt und das Aussterben von Burgerfamilien zur Kenntnis genommen. Sie hat aber auch entsprechend reagiert und sich um Neuaufnahmen bemüht.


Die Burgergemeinde als Besitzerin von Grund und Boden

Die Einwohnergemeinde Ipsach weist eine Gesamtfläche von 192 ha auf. Davon besitzt die Burgergemeinde rund 10 %, nämlich 18 ha Kulturland „im Moos“. Der gesamte Waldbesitz der Burgergemeinde liegt ausserhalb der Ipsacher Gemeindegrenzen, nämlich in den Gemeinden Bellmund und Sutz-Lattrigen. Der Wald wird grösstenteils von den Burgern bewirtschaftet und der Öffentlichkeit als Naherholungsraum zur Verfügung gestellt. Zudem vermietet die Burgergemeinde eine Waldhütte mit Küche und Cheminée sowie mit einer Aussengrillstelle. Die gemütliche Waldhütte bietet Platz für bis 25 Personen.


Waldmeister / Holzverkauf

Müller Rudolf / Tel. 032 331 74 69


Vermietung Pflanzplätze

Müller Christian / Tel. 032 331 08 11


Vermietung Waldhaus

Müller Markus / Tel. 032 396 21 27



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